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Die Linke zur AfD - Mai 2016:


"Vom falschen Kampf der Linken gegen
die Rechtskonservativen von "Alternative
fuer Deutschland"
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Zusammenfassendes des Parteitages der Linken im Mai 2016 zur AfD:
Die AfD sei u.a. antisozial, bzw. weise in Sachen Soziales nichts auf.
Gegen die Populisten von AfD sei die Betonung des Sozialen ins Feld zu fuehren.

Der AfD das fehlende soziale Profil entgegenzuhalten, duerfte an der abprallen.
Sie betont eben den Vorrang des Deutschnationalen nach dem Slogan: sozial
ist, was national ist. Sie agitiert v.a. gegen alles aus deren Sicht Undeutsche,
national Schaedliches durch Fremdlaendisches bzw. eine angebliche Ueberfor-                
derung des dt. Volkes durch Fluechtlinge, Asylanten, ueberhaupt Auslaender.
Dies Programm ist dezidiert antimaterialistisch, es appelliert an die niederen na-
tionalen Instinkte im Volk, an dessen voelkisches Rechtsbewusstsein, gruendet  
darauf ihre Politik - wie soll folglich dagegen das Schild "soziale Kompetenz" der  
Linken auftrumpfen koennen?

Die Linke will den behaupteten Befuerchtungen dt. Lohnarbeiter , dass diese
durch Auslaender materielles Nachsehen haetten, den Wind aus den Segeln
nehmen nach dem Motto: es sei in Deutschland sowohl Platz fuer Einheimische
als auch Neubuerger aus der Fremde. Und genau das weist der Lohnarbeiter-        
Nationalismus zurueck: dieser pocht gar nicht auf soziale Zuwendungen; er be-
ansprucht nichts als eine bevorzugte Zulassung zum kapitalistischen Konkurrenz-
system unter dem Dach dt. Nation und betrachtet Fremde als Stoerenfriede in  
dem, wie er sich den buergerlichen Konkurrenzladen als seine Heimat zurechtlegt,  
die Fremden nicht zustehe.

Im grundsaetzlicherer Hinsicht stellt die Parteinahme fuers Soziale eine einzige
Verharmlosung der unternehmerischen Wirtschaftsweise dar: die Linke will um
Gottes willen weder im theoretischen noch im praktischen Sinne fundamentale
Kritikerin des Kapitalismus sein; sie geht von systembedingt notwendigen Drang-
salen fuer Lohnarbeiter aus wie bleibende Armut, leistungsbedingten Gesundheits-
verschleiss, Heuern und Feuern gemaess geschaeftlicher Interessen und ist
auf die Daempfung der kapitalistischen Gemeinheiten aus. Dafuer steht z.B. das
dauernde Getoese ueber Hartz 4: was hat ein ausser Lohn und Brot Gesetzter
davon, bei fortgesetzten existenziellen Noeten durchs unangetastete Lohnarbeits-
system wenigsten weniger von dessen staatlichem Betreuer drangsaliert zu wer-
den? Bei lauter Herumreiten aufs irgendwie Ertraegliche sozialstaatlicher Zumutun-
gen verpasst diese Sorte Schwelgen in Sozialromantik, worauf die ganze Schikani-
rerei hinaus will, sich darin der Kern der Sozialstaatsraeson zusammenfasst: an
den Abhaengigen unerbittlich einzubleuen, dass Dienst fuer fremden Reichtum
erste nationale Pflicht ist; das ist der Inhalt der "Hilfe", die der Staat den Leuten
zuteil werden laesst in Phasen der Unbrauchbarkeit derselben fuers nationale Ge-
schaeft - und dafuer laesst er sogar ein paar Euro nackte Ueberlebenshilfe sprin-
gen, die er vorher von deren (einstigen) Lohn- und Gehaltsabrechnungen unter
dem Titel Sozialversicherungsbeitrag abgezwackt hat.









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