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Aktuelles/Nachtrag 2 zu Syrien 2018


Anlässlich einer neuen sog. Syrien-Geberkonferenz am 25.8.18:
Auf einer Syrienkonferenz zur Ver-/Zuteilung irgendwelcher Gelder zur Betreuung der Kriegs-
opfer, bezüglich derer es als haltloses Märchen hingestellt würde zu behaupten, die weltzu-
ständigen Euro- und andere Imperialisten hätten mit deren Produktion was zu schaffen, for-
ciert die EU in Gestalt ihrer flott mit italienischem Akzent Englisch sprechenden Außenbeauf-
tragte M. die politischen Ansprüche gegen Russland: es gäbe nur syrische Zukunft ohne As-
sad. Die Aufgabe der syrischen Einflusssphäre wird den Russen mit der dem Euroimperialis-
mus eigenen Überheblichkeit gebieterisch angetragen. Allenfalls dafür: für die Entgegennah-
me von Neuordnungsdiktaten aus Brüssel ist Russland als Beteiligter, an dem man nicht vor-
beikomme, gefragt.
Und der neue Scharfmacher im dt. Außenamt, Maas, legt noch einen drauf, nämlich eine einzige
Kampfansage gegen den Assad-Staat und was noch davon übrig ist, unter Berufung auf die
gelaufenen Militärschläge, die wohl nicht die letzten ihrer Art waren:

"Die Verstöße gegen humanitäres Völkerrecht dürfen nicht ungesühnt bleiben..."
(ZDF-Teletext v. 25.4.18)

Nach ZDF-Teletext vom 25.4.2018 soll eine westliche "Kerngruppe" u.a. mit Frankreich und
Deutschland zusammen mit anderen Staaten der Nahostregion eine Art Vorkonferenz zu ei-
gentlichen Syrienverhandlungen am 26.4.2018 abhalten.
Wie finden wir denn das: Der außenpolitische Haudegen Maas freut sich riesig wie ein erwach-
senes Kind darauf, das Feld dafür zu bereiten, die imperialistische Hoheit mit dt.-europäischer
Handschrift über Syrien/Nahost v.a. gegen Russland in die Finger zu kriegen.


Aktuelles/Nachtrag 1 zu Syrien 2018


NDR-Info, 22.4.18:
Ministerin für Militärangelegenheiten v. d. Leyen gibt bekannt, dass Deutschland sich an
dem Militärschlag gegen Syrien (siehe Näheres im Anschluss an diesem Nachtrag) hätte
beteiligen können, jedoch nicht gefragt worden sei.

Das ist also der Fortschritt: die Friedenstauben, die so gerne friedensstiftend neulich noch
vorgeblich anstelle des Kriegsrasselns oder auf Basis desselben unterwegs sind, manchen sich
nun auf, selbst militärische Beiträge beizusteuern; also anstelle der Beteiligung mit Tornados
mit ihren 'bloß' kriegerischen Zulieferdiensten für die eigentlichen Bombardements durch die
anderen Imperialisten ist aktives Zuschlagen angesagt - und zwar, wo es für D. bzw. EU ins
Kalkül passt bzw. wie jetzt in Syrien man D. mitmachen lässt bzw. in dem Maße der Reich-
weite der bisherigen militärischen Potenzen. Aus eigener Machtvollkommenheit kriegerische
Akzente zu setzen, da hat sich der EU-Imperialismus erst noch einiges vorzunehmen, was
wirkmächtige militärische Befähigungen betrifft.



Zum imperialistischen Militärschlag gegen Syrien -  April 2018


Ein neuerlicher Militärschlag gegen Syrien als Statuierung eines
Exempels gegen einen Staat als von vornherein feststehenden
Feindstaat des Westens, der Chemiewaffengräuel als kriegsmora-
lische Rechtfertigung ins Feld führt, aber nichts von deren "Nach-
weisen" oder Urhebern abhängig macht - und zum Vorarbeiten
Deutschlands zu Kriegsaktionen als normales Mittel der Welt-
politik
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Der Westen, allen voran die USA hat/haben mal wieder, nach dem Wegbomben des alten
Irak- und Libyen-Regimes mit gezielten Raketenangriffen gegen Syrien kriegsbereit de-
monstriert, dass auch dieser Staat unter Assad demontiert gehört. An der Frage der
Waffenart, und dass dessen Anwendung Syrien nicht zustünde, dem Westen natürlich
schon(!), exerzieren sie die Illegitimität Assads und seines Regimes durch.

Alles andere ist nichts als selbstbeweihräuchernde Kriegsmoral, wenn Trump als guten
Grund für das Raketenfeuer das Leiden von Kindern durch Chemieangriffe ins Feld führt:
geübte imperialistische Heuchelei, behauptete letztere mit Schlägen von nicht weniger
Kaliber zu beantworten und in Kauf zu nehmen, dass im Zuge westlichen Zuschlagens
gegen angebliche Chemiewaffeneinrichtungen/-lagerstätten oder sogar -fabriken haufen-
weise mehr tödliche Chemikalien freigesetzt werden, als man dem Assad unterstellt.

Dabei sind die USA und ihre militärischen Mitstreiter äußerst risikofreudig dahingehend,
wie Russland als Schutzpatron Syriens, mit eigenem Kriegsgerät vor Ort, den Kriegsakt
des Westens in welcher Weise als Herausforderung nimmt, also die Sache zur direkten Kon-
frontation sich auswächst. Einstweilen hält er sich zurück, was die Imperialisten unter
Führung der USA regelrecht einlädt, sich noch einiges mehr zuzutrauen, was das welt-
politische Zurückdrängen des Putin-Staates betrifft. Die nächsten Angriffe gegen Assad
sind schon vorprogrammiert.

Hat Merkel-Deutschland den "chirurgischen Eingriffen" anno 2013 als "nachvollziehbar" se-
kundiert, "begrüßt" es den US-Angriff regelrecht - also ein endgültiges Abstandnehmen
davon, anstelle Kriegs brächten es doch eher "diplomatische Lösungen", wie es schon mal
früher hieß - wiewohl diese Frontfrau eines weltmächtigen Euro-Klubs weiß, dass alles
Durchsetzen gegen einen politischen Feind letztlich eine Frage des vorweisbaren militäri-
schen Gewaltpotentials ist. Zum vorletzten Einsatz gegen Syrien und aktuell wird bomben-
und raketenmäßges Draufhauen als gute Grundlage für "diplomatische Lösungen" lt. Außen-
amtsvorsteher  Maas lanciert (ARD-Teletext v. 14.4.18): kaum ins Amt gehievt, weiß dieser
Experte für Erpressungen anderer Staaten durch kriegerische Schlächtereien, wie diese dafür
taugen, solche staatlichen Kreaturen wie Syrien zum Nachgeben bis zur Aufgabe kleinzukriegen.

Noch ekelhafter die Wortmeldung 'unseres' Bundespräsidenten Steinmeier (a.a.O.): USA
und Russland sollten nun "gemeinsame Friedensinitiative" starten. Weiß dieser deutsche
Staatsrepräsentant nicht, dass die Angriffe von USA, GB und Frankreich ausdrück-
lich gegen Russland und dessen letzte weltpolitische Engagements gerichtet sind, dass
der Westen insgesamt mit der Affäre um den Giftanschlag auf einen ehemaligen Doppel-
agenten in GB die feindliche Scheidelinie zum Russenstaat weiter zum Eskalieren gebracht hat,
dass für die West-Imperialisten nur weiterer einseitiger Rückzug der Russen von der Welt-
bühne gefragt ist: und da schwafelt ein Steinmeier von "Friedensinitiative" unter Weg-
lügerei der eben genannten eindeutigen Absichten der Imperialistengemeinde um USA
und EU.

Die angeberischen Friedenstauben Maas und Steinmeier offenbaren einerseits das geläufige
Schmarotzen an den imperialistischen Großtaten: anderen Imperialisten die Waffengänge erledigen
lassen und dann sich daran weiden, mit dem Pfund wuchern, welche kriegerisch erzwungene
Nachgiebigkeit seitens der Kontrahenten in Sachen Syrien zu ernsten wäre. Andererseits
sind die deutschen Staatsmacher längst darüber hinaus, indem sie sich selber als Kriegs-
akteur ins Spiel bringen - siehe den Nachtrag oben.

Der Maas gesteht sogar den Russen eine Rolle bei neuen "Friedensbemühungen" zu, als ob
die nicht ausschließlich als Befehlsempfänger des Westens gefragt sind, sich letztlich von
einer noch verbliebenen Einflusssphäre zu verabschieden. Die westlichen Aufsichtsmächte
gleich über die ganze Welt geben sich derart euphorisch angesichts dessen, wie weit man
seine Gewaltpotenzen gegen Russland in Anschlag bringen kann, dass sie gleich träumen
von umfassenderen Aufräumarbeiten aktuell im Nahen Osten: andere Unterstützerstaaten
wie Iran sollen auch mit einbezogen werden in das Voranbringen der Durchsetzung der
imperialistischen Ansprüche auf Unterordnung unter Westinteressen.

Welche unverschämte Selbstsicherheit bezüglich imperialistisches Weltordnen gibt die EU
von sich, wenn lt. ARD-Teletext v. 16.4.18 deren Außenminister die Frechheit äußern, die
kriegerisch unterfütterte Macht der Zurechtweisung feindlich eingestufter Nationen als zu
nutzende "Dynamik der gegenwärtigen Situation" zu übersetzen?! Wenn es zugleich heißt, "es
könne jedoch keine militärische Lösung des Konflikts geben", dann lügen sie einerseits, weil
die Waffen haben gerade gesprochen, wenn auch nicht aufs Ganze gehend, nämlich als
militärische Endlösung in Sachen Syrien wie im Fall Irak und Libyen. Da sind jawohl die Rus-
sen noch davor, die sich ihren Juniorpartner nicht einfach vom Westen wegbomben lassen,
sondern ihrerseits sich militärisch herausgefordert sähen, also direkte weltkriegsähnliche
Konfrontation bedeuten würde, wozu der Westen augenblicklich sich noch nicht vorgearbeitet
hat. Der zweite Teil der Lüge ist: die Waffen sprechen lassen sind ein probates Mittel,
einem weltherrschaftlich herbeiregierten "Frieden" in Syrien den EU-imperialistischen Stempel
aufzudrücken. So zynisch geht also Friedensliebe auf EU!

                                                                               * * *

Zur Sendung BR Fernsehen Süd/Münchener Runde:
"Diplomatie und Drohungen - Hat der Westen einen Plan im Syrien-Konflikt?"
18.4.18/20.15-21 Uhr

Eine Diskussionsrunde, für die die globale Mitzuständigkeit von Deutschland/EU für im-
perialis
muskonforme Verhältnisse in Syrien/Nahost die unterwürfige Leitlinie ist, die
die Diskutanten
mit viel eigenem dazugegebenen interessierten Senf nämlich den Herr-
schenden abgelauscht
haben.

Verheugen/SPD:
EU sei weggetaucht (offenbar im Zuge des sich anbahnenden militärischen Reinhauens in Syrien),
habe also nicht merklich Flagge gezeigt, als es darum ging, seinen Anspruch auf Mitregelung der
syrischen Angelegenheit praktisch werden zu lassen, habe also anderen Imperialisten das Feld
überlassen.
                                                                 ---
So abgeneigt man au
ch gegenüber Assad sei, eine "Friedenslösung" ohne Assad ginge nicht.
Diese gibt sich als harmlosere Vortragsweise des Abschießens des Assad-Regimes: mit Assad
diesen endgültig mit seinem störenden Staat davonjagen!

Ein/der derzeitige 'Koordinator für transatlantische Beziehungen'/CDU:
Assad gehöre ohne Wenn und Aber weg.
Dieser Polit-Knabe macht gleich die Übersetzung: wenn Assad sowieso nichts als wegzuhauender
Feind ist, dann hat er so oder so abzudanken und hat keinerlei Rolle zu spielen bei irgendwelchen
Facetten von Neuordnung da unten!

FDP-Vertretern (sprechend mit Akzent):
Waffengang sei Signal gewesen.
Was soll wohl sonst gewesen sein: ein Geisteseinfall, der einfach das nachäfft, was die zuständigen
Oberen wohl u.a. beabsichtigt haben.

Linken-Vertreterin (die Türkisch-Stämmige, deren komplizierter Nachname wohl mit D anfängt):
Auch diese Linke schließt sich prinzipiell der Feindschaft gegen Syrien an und hat dafür einen
moralisch lauteren Reim drauf: Assad-Syrien ist "undemokratisch".
Den Gipfel dieses linkischen Moralismus' liefert sie damit: Die Linke habe sich bereits gegen Assad in
Stellung gebracht, als der Westen noch Assad benutzt habe (u.a. angeblich für die Unterbringung
von Terroristen in syrischen Kerkern).

Ob nun die eigentlich politisch Zuständigen in D. oder EU oder die ideellen Teilhaber am Geschachere
um Syrien: die Kriegsschläge des Westens werden als regelrechte Einladung hergenommen , sich
daraufpflanzend als Friedensstifter ins Spiel zu bringen, dem Kern nach: im Schatten und auf Basis
des kriegsgewaltigen Einschreitens lauter Varianten dessen durchzuspielen, die Endlösung des Böse-
wichts Assad und seines Staates endlich voranzubringen (mit oder ohne Russen, mit oder ohne
Assad usw.).




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