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Zur globalen Kampfansage an Nordkorea - Aug. 2017:


Trump-America macht den Kriegstreiber, China den Lakai des Imperialismus, Russland den imperialistischen Mitmacher mit
Vorbehalten und
Deutsch-Europa sekundiert mit wirtschaftlichen Erpressungen

Da sagt der US-Trump unmissverstaendlich an, dass er die Unvereinbarkeit dieses Staatswesens mit "ordentlichem Regieren" gemaess
imperialistischer Ansage fuer praktisch entscheidungsreif haelt: er erwaegt militaerisches Draufschlagen, wenn Nordkorea seine Sou-
veraenitaet bzw. dessen Sicherung z.B. in Form von Raketentests laenger betaetigt.
Diese Eskalation zum endgueltigen Fertigmachen dieses Staates wird sekundiert ausgerechnet durch die Macht, die einst als "sozialis-
tische Brudernation" engen Schulterschluss mit Nordkorea hielt: die Chinesen verhaengen Importstopps für Industrie- und andere
Gueter (DF, 14.8.17). Ein bemerkenswerter Fortschritt zum Lakai des Imperialismus, der sich natuerlich mit ganz eigenstaendigen
weltpolitischen Interessen in die Gemeinde der Imperialisten einfuehren will. In der aktuellen Auseinandersetzung, wo die ganze UNO
sanktionsbewehrt den Nordkoreanern zusetzt, besorgen die Chinesen erstmal das Geschaeft der Hauptimperialisten mit - wo sie zu-
gleich mitkriegen, wie auch sie seitens der USA ins Visier geraten als "unanstaendige Wirtschaftsmacht", die der Weltmacht Nr. 1
ihren unablaessigen Erfolg und Zugewinn an Weltmaechtigkeit genauso wie andere Weltmaechte schuldig seien.
Und der spezielle Deutsch-Europa-Imperialismus sattelt in der entsprechenden Weise drauf: nach Merkel solle die "Eskalation in der
Sprache" zurueckgenommen und auf "friedliche Loesung" gemacht werden. Als ob die besagte Eskalation eine Sache der Wortwahl ist,
nicht von einem eindeutigen Inhalt in den Absichten der Amis kuendet. Deutsch-europaeischer Zynismus wie gehabt: "friedliche Loe-
sung" heisst, den imperialistischen Zweck der Amis teilen, prinzipiell unbotmaessige Staaten wie Nordkorea aus dem Verkehr zu ziehen;
die harmlosere Variante davon soll sein, den Nordkoreanern kraeftig mit wirtschaftlichen Erpressungen einzuheizen als Test auf deren
Nachgiebigkeit.

Nordkorea 2017 - Forts. 1
3.9.17
Nordkorea testet Wasserstoffbombe (sog. Fusionsbombe, die nicht wie normale Atombomben auf Spaltung von Atomkernen beruht;
sehr viel verheerendere Zerstoerungskraft entfalten soll als herkoemmliche Atomsprengkoepfe).

4.9.17
USA drohen Nordkorea mit "massiver militaerischer Reaktion" fuer den Fall der Bedrohung ihres Territorium oder das ihrer Verbuendeten.
Sie wollen das Land von verbleibenden Handelspartnern abschneiden: Handel mit USA nur, wenn Handelspartner Nordkorea isolieren.
Angesichts dessen, dass 90 Prozent des nordkoreanischen Handels auf den mit China faellt, duerfte hier v.a. China mit gemeint sein.
China schickt "Protestnote" an den Nachbarn: was hat diesen Staat geritten? Das nordkoreanische Atomwaffenprogramm zielt ausdrücklich
gegen den amerikanischen  imperialistischen Oberaufseher ueber die ganze Staatenwelt,der vorschreiben will,wie die ihre Machtmittel zu ge-
brauchen hat bzw. welche ihr gleich gar nicht zustehen.China gibt sich wie als  Mitbetroffener von Ambitionen,die die USA unter ihren Geneh-
migungsvorbehalt stellen. Die chinesische Mitmacherei an Seite des Hauptimperialisten soll wohl sowas wie eine Eintrittskarte fuers imperialis-
tische Mitmischen sein - was uebrigens auch der andere groessere Mitspieler im Weltgeschehen,Russland, beherrscht (auch wenn der lt. Mel-
dungen v. 6.9.17 etwas zurueckrudert und "Maessigung" beim Sanktionsregime fordert). Der Ami dankt es ihnen nicht; der hat sie laengst als
laestige Mitkonkurrenten auf dem Index.

(Quelle: ZDF-Text v. 3./4.9.17)

Nordkorea 2017 - Forts. 2

5.9.17
SPD-Gabriel macht den Scharfmacher in Sachen wirtschaftlicher Drosselung Nordkoreas: er plaediert u.a. fuer Sperrung von Haefen fuer Schif-
fe des Landes. Der Sozi ist fuer mehr und haertere Sanktionen mit der zynischen Begruendung, moeglicher atomarer Schlagabtausch wuerde
die Opfer des 2. Weltkrieges weit uebertreffen. Also: statt einiger Mio. mehr Toter soll man das Aushungern einer ganzen Nation fuer eine
geradezu moderate politische Waffe halten.
(Quelle: div. Medienmeldungen v. 5.9.17)
Lt. US-Aussenminister unter Trump gehe es Falle fortgesetzter "Bedrohung" durch den koreanischen Schurkenstaat nicht um die "'Auslöschung
eines Landes"; die USA haetten mehrere Optionen des militaerischen Eingreifens.
Wie laessig kalkuliert eine Supermacht die zuverlaessige atomare Vernichtung und Verseuchung eines ganzen Landes nebst "Kollateralschae-
den" fuer die Nachbarn (China! Suedkorea); denn die Strahl- und Zerstoerungskraft ihrer Superwaffen laesst sich wohl kaum territorial/lokal
begrenzen. Aber auch unterhalb des atomaren Vernichtungsschlages taugt das US-Waffenarsenal fuer empfindliche Niederlage von Feindes-
land.
(Quelle: Radio Bremen v. 5.9.17)

Nordkorea 2017 - Forts. 3
12.9.17

Nach einstimmigem Beschluss des UNO-Sicherheitsrats, also auch mit Beteiligung von Russland und China, weitere Sanktionen wie Beschraen-
kung beim Oelhandel, Untersagung von Gaslieferungen, Exportverbot bei Textilien und Leiharbeitern mit dem Ziel der Verknappung von De-
viseneinnahmen.
Die USA bekraeftigen die Kriegsansage gegen Nordkorea. UN-Botschafterin: Die USA wollten keinen Krieg; noch sei Zeit zur Umkehr Nordkore-
as, indem es von seinem Atomprogramm abliesse. Also: neben Absicht der Unterwerfung Nordkoreas durch verschärfte wirtschaftliche Erpres-
sung behalten sich die Amis die militaerische Brechung des für sie widerspenstigen nationalen Willens dieses Staates vor.
(Quelle: ARD-Tagesschau v. 12.9.17)
Da sind die USA auf fast vollstaendigem Boykott, eben auf alles fuer Nordkorea Wichtige aus, treiben die endgueltige wirtschaftliche Stangu-
lierung des Landes voran - und die neuen Mit-Imperialisten Russland und China sind dabei, aber bitte die eigene Handschrift erkennend
und nicht als unterwuerfiger Nachvollzug der urspruenglichen Ami-Forderungen. Die Supermacht setzt Staaten auf Abschussliste, die mit dem
Aufbau entsprechender Machtmittel den Amis einen Strich durch die Rechnung zu machen versuchen, was deren zuverlaessige Ein- und Un-
terordnung unter die globale US-Ordnung betrifft. Und den Russen wie Chinesen ist die Beanspruchung einer mitbestimmenden imperialis-
tischen Rolle in der erstmal nach wie vor amerikanisch dominierten Welt es wert, den Amis weitgehend entgegen zu kommen, darüber nichts
dabei finden, an der Ruinierung eines ganzen Staatswesens tatkraeftig mitzuwirken.

Nordkorea 2017 - Forts. 4

16.9/17.9.17
Nach Trumps Sicherheitsberater sei Fahnenstange der Wirksamkeit der Sanktionen und der Diplomatie bald erreicht . Millitaerische Option sei auf
dem Tisch.
Nordkoreas Staatschef: sein Land setze Atomprogramm unbeirrt fort, wolle "Machtgleichgewicht" mit USA., wolle diese davon abhalten, seinem
Land militaerisch zuzusetzen.
Nach ZDF-Text am 17.9. droht UN-Botschafterin N. Haley mit Zerstoerung Nordkoreas, sollte es sein Atom- und Raketenprogramm fortsetzen.
SPD-Gabriel wiederholt deutsch-europ. Spezialitaet: fuer dipl. Loesung bei Erhoehung des Drucks auf Nordkorea.

Nordkorea 2017 - Forts. 5
22.9/23./25.9.17
USA verkuenden Sanktionen gegen Personen, Einrichtungen, Unternehmen, Banken, die Handel mit Nordkorea treiben.
Zugleich erneuert Trump Feindschaft gegen Iran; das Atomabkommen stellt er in Frage.
Reaktionen von Nordkorea/Iran: Nordkorea droht mit Test von Wasserstoffbombe ueber Pazifik; Iran will u.a. raketenmaessig aufruesten.
USA lassen Langstreckenbomber und Kampfjets oestlich von Nordkorea fliegen zur Demonstration ihrer Kriegsbereitschaft. - Nordkoreas Aus-
senminister: wuerden USA Hauptquartier oder sein Militaer angreifen, wuerden "erbarmungslose" Schritte folgen.
Am 25.9.6 wertet Nordkorea amerikanische Drohungen als Kriegserklaerung und behaelt sich vor, Militaerflugzeuge der USA auch ausser-
halb nordkoreanischen Hoheitsgebiets abzuschiessen.

Nordkorea 2017 - Forts. 6
25.9./26.917
Lt. ZDF-Text  weist Trump den Vorwurf der Kriegserklaerung als "absurd" zurueck.
Der Oberimperialist hat mit der Drohung der Vernichtung Nordkoreas die vollständige Missachtung der Souveraenitaet dieses Staates, des Be-
standes dieses Staates selbst  klargestellt. Weil die USA ihre Drohung noch nicht praktisch vollzogen haben, ist die im Raum stehende Ansage
der kriegerischen Vernichtung Nordkoreas, der Absicht nach eben, nicht relativiert. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Schliesslich will taktisch
und strategisch abgewogen sein, mit welchem gegnerischen Zerstoerungspotential die Ami-Kriegstreiber u.U. rechnen muessen. Denn daran
stoert sich gerade die Supermacht, wenn Sie Vorschriften ueber die bewaffnete Behauptung anderer Nationen erlassen will: die Freiheit ihrer
Kriegsfuehrung bis zur sicheren Zerstoerung des Gegners ohne im Idealfall eigene Schaeden will sie gewahrt wissen.



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